Nachbericht zur 5. FFZ-Staffel (2018/19)

Auch in der fünften Staffel der „Forscher für die Zukunft“ hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, spannende Vorträge zu wissenschaftlichen Themen, dem aktuellen Stand der Forschung und Möglichkeiten der individuellen Karriereplanung zu hören. Außerdem konnten sie einen detaillierten Einblick in die Forschungsschwerpunkte und Räumlichkeiten der einladenden Universitätskliniken gewinnen. In praktischen Übungen konnten sie zudem ihr zuvor gelerntes Wissen direkt anwenden. Dabei kam jedoch auch der Austausch der Teilnehmer untereinander und die Diskussion mit den Vortragenden nicht zu kurz. So waren bereits viele Teilnehmer bei dem Treffen der FFZ’ler bei dem zwischen den Workshops stattfindenden European Congress of Radiology anwesend.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der fünften FFZ-Staffel beim Workshop in KölnDie Teilnehmerinnen und Teilnehmer der fünften FFZ-Staffel beim Workshop in Köln

FFZ in Köln

Der erste Termin der neuen Staffel in Köln unter der Leitung von Prof. Dr. Maintz stand unter dem Motto „Strukturierte Befundung und Auswertung: Bedeutung von der quantitativen Bildgebung bis zur künstlichen Intelligenz“ und startete mit einem Kennenlernen in lockerer Atmosphäre mit traditionellem Kölsch im Restaurant Palanta in der Nähe der Universitätsklinik. Der erste Tag war dann direkt voll spannender Vorträge, zunächst von Dr. Renner über Forschungsförderung durch die DFG, gefolgt von Vorträgen über quantitative Bildgebung im CT und MRT. Bei einer Hands-on Session konnten die Teilnehmer live eine präzise Behandlung mittels hochintensiven fokussierten Ultraschalles (HIFU) erleben – als Phantom diente dabei ein Hähnchenschnitzel. Am Nachmittag, der unter dem Titel „Strukturierte Befundung“ stand, wurde angeregt diskutiert, welche Punkte in einem onkologischen Befund nicht fehlen dürfen – am Ende wurde ein gemeinsamer Konsens gefunden. Der Abend endete dann gemütlich und Köln-typisch in dem Brauhaus „Früh am Dom“.
Der zweite Tag startete mit strukturierter Auswertung mittels RECIST und anderen Evaluationskriterien wie iRecist und mRecist. Gefolgt wurde dies von dem allgegenwärtigen Thema „Künstliche Intelligenz in der Radiologie“, wo nicht nur der aktuelle Stand, sondern auch die Vision 2030 besprochen wurde. In einer interaktiven Session konnten die Teilnehmer selbstständig ein Machine Learning-Programm programmieren und so einen ersten Einblick in diese komplexe Materie bekommen. Nach zwei sehr spannenden Tagen war der erste Workshop schon vorbei, aber die Teilnehmer freuten sich bereits sehr auf das nächste Treffen im Süden Deutschlands.

FFZ in Tübingen

Der zweite Workshop in Tübingen, geleitet von Prof. Dr. Nikolaou, mit dem Titel „Präklinische und translationale Forschung & Epidemiologische- und Kohortenbildgebung“ folgte im Februar des nächsten Jahres. Zunächst wurden die aktuellen Konzepte in der präklinischen bildgebenden Forschung beleuchtet und die zum Teil schwierige Translation eben dieser in die Klinik besprochen. Im Anschluss konnten die Teilnehmer sich die Abteilung für Präklinische Bildgebung und das hochmoderne Gebäude der Radiopharmazie live anschauen. Der Abend wurde in einem mexikanischen Restaurant begonnen, wobei der ein oder andere Teilnehmer im Anschluss noch die Tübinger Kneipenszene erkundete.
Der nächste Tag drehte sich dann um Epidemiologie, Kohortenbildgebung und Big Data, gefolgt von einer praktischen Übung zur Statistik großer Patientenzahlen. Dort konnten die Teilnehmer dann direkt ausprobieren, ob sie auf die richtigen Kaplan-Meier-Kurven gekommen waren. Den Abschluss bildete dann ein spannender Vortrag von Prof. Bamberg zum Thema DFG-Förderung aus Sicht des Antragsstellers.

FFZ in Hannover

Der letzte Termin der Staffel in Hannover, geleitet von Prof. Dr. Wacker, stand unter dem Schwerpunkt Interventionelle Radiologie und Quantitative Bildgebung. Am ersten Tag wurden Anwendungen quantitativer MRT-Sequenzen aus klinischen Kooperationsstudien zur Ventilations-/Perfusionsmessung, Nierenperfusion und Körperfettverteilung demonstriert. Hierbei wurde auch ein Ausblick auf den mit der Universität assoziierten STIMULATE Forschungscampus gegeben. Inhalte zur Projektfinanzierung mittels BMBF, einer Vorstellung der AG Methodik und Forschung und zur Förderung von Auslandsaufenthalten rundeten die Vortragsserie ab. Gerade letzteres eröffnete einen interessierten Dialog zwischen Referenten und Teilnehmern. So äußerte ein Großteil der Teilnehmer den Wunsch, einen Auslandsaufenthalt zu machen und hatte dank der Vorträge einen guten Überblick über die entsprechenden Möglichkeiten der Finanzierung. Auch bei diesem letzten Treffen kam die Geselligkeit nicht zu kurz, beim hiesigen Italiener konnten die FFZ’ler sich in gemütlicher Runde austauschen.
Der zweite Tag des Treffens in Hannover, und somit der letzte Tag der Staffel, war praktisch orientiert. In einem kompetitiven Hands-on Workshop maßen die FFZ’ler ihr Geschick in der DynaCT- bzw. CT-gestützten Punktionsplanung. In den dazwischengeschalteten Kurzvorträgen wurde ein breites Spektrum angiographischer, MRT- und CT- Interventionen vorgestellt und diskutiert.

Nach einem abwechslungsreichen Abschlusstermin reisten die teilnehmenden FFZ’ler um viele fachliche Eindrücke und persönliche Begegnungen bereichert zurück in ihre heimischen Institute. Dort kommen sie nun dem Auftrag, an der Zukunft der Radiologie mitzuwirken nach – wir sind gespannt beim nächsten Kongress oder Jahrestreffen die Entwicklungen hiervon zu erfahren.

Wir bedanken uns bei der DRG, den einladenden Universitätsklinika und den vielen exzellenten Referenten für ein inspirierendes, stimulierendes und bereicherndes FFZ Erlebnis 2018/2019.


veröffentlicht am Dienstag, 9. April 2019